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Übelkeit
Entstehung von Übelkeit

Die genaue Ursache der Entstehung von Übelkeit ist bisher nicht geklärt. Die Gründe für die Entstehung können sehr unterschiedlich sein. Auslöser können z. B. der Konsum von Alkohol oder bestimmten Lebensmitteln, psychische Belastungen sowie Erkrankungen des Herzens oder der Wirbelsäule sein. Darüber hinaus kann Übelkeit als Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme auftreten. In der Schwangerschaft kann es vor allem in der ersten Wochen zu einer morgendlichen Übelkeit kommen. Die Ursachen hierfür sind wahrscheinlich die Hormonumstellung und ein schwankender Blutzuckerspiegel. Bei der Reiseübelkeit nehmen die Sinnesorgane etwas anderes wahr als das Gleichgewichtsorgan, was bei einigen Menschen zu Übelkeit führen kann.

Entstehung von Übelkeit

Sowohl das zentrale, als auch das vegetative Nervensystem sind beteiligt an der Entstehung von Übelkeit. Im verlängerten Rückenmark, genauer gesagt der Medulla Oblongata, liegt nicht nur das Brechzentrum. Auch Übelkeit hat dort ihren Ursprung.

Die Entstehung von Übelkeit kann unterschiedliche Ursachen haben. Übelkeit kann ein Symptom unterschiedlichster Erkrankungen oder Zustände – wie z. B. einer Schwangerschaft – sein. Zudem stellt Übelkeit oft einen reinen Schutzmechanismus des Körpers dar, um das Eindringen schädlicher Stoffe und Mikroorganismen – Bakterien oder Viren – zu verhindern.

Auch psychische Störungen, worunter beispielsweise Depressionen oder extreme Angstzustände, Magersucht und insbesondere Essbrechsucht (Mediziner sprechen von Bulimie) zu verstehen sind, können mit Übelkeit einhergehen.

Ursachen für die Entstehung von Übelkeit

Zu den möglichen Ursachen von Übelkeit und Erbrechen gehören:

  • Psychische Erregung, starke Angstzustände und Nervosität
  • Infektionskrankheiten des Magen-Darm-Traktes
  • Lebensmittelvergiftung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum bzw. zu üppige Mahlzeiten
  • Gleichgewichtsstörungen, Reiseübelkeit, Morbus Menière (Drehschwindel)
  • Übelkeit in der Schwangerschaft, meist auf die Frühschwangerschaft begrenzt
  • Übelkeit bei Migräne
  • Folge einer Vollnarkose, nach einer Operation (in der Fachsprache postoperativ)
  • Erkrankungen des Herzens (Herzschwäche, Herzinfarkt)
  • Verletzungen, z. B. Gehirnerschütterung (der Arzt spricht von Commotio cerebri)
  • Erkrankungen bzw. Verletzungen der Wirbelsäule – speziell der Halswirbelsäule (HWS)
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, wie Funktionsstörungen der Galle oder Leber, gestörte Magen-Darm-Passage – so bei einer Verengung durch ein Geschwür oder einen Tumor –, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Darmverschluss, Blinddarmentzündung
  • Sonnenstich
  • Medikamente, bei deren Absetzen es als Entzugssymptom zu Übelkeit kommt (z. B. Antidepressiva) oder Medikamente, deren Nebenwirkungen das Brechzentrum aktivieren (z. B. Zytostatika bei der Krebstherapie).
  • Erkrankungen des Hormonsystems – so z. B. Morbus Addison (Unterfunktion der Nebenniere), Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus).

Einige dieser Ursachen die zur Entstehung von Übelkeit beitragen sollen nun genauer dargestellt werden.

Übelkeit bei Reisekrankheit („motion sickness“)

Signale bzw. unterschiedliche oder gar gegensätzliche Informationen, vor allem des Gleichgewichtssystems und des visuellen Apparates (das Sehen betreffend), führen zu einem Konflikt der Sinneswahrnehmungen. Die unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen betreffen die Körperhaltung im Raum. Das Zusammenfügen dieser unterschiedlichsten Informationen verschiedener Sinnesorgane scheint unmöglich zu sein und deshalb kommt es zur Entstehung von Angstgefühlen und Übelkeit. Der Körper meldet durch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr Bewegung, die Augen melden jedoch das Gegenteil.

Die Sehkraft stellt allerdings keine absolute Bedingung für Reisekrankheit dar, denn es ist bekannt, dass auch blinde Menschen reisekrank werden können. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr vermeldet auf einem Schiff auf See ein Schaukeln, während unter Deck für den Betroffenen der Eindruck entsteht, es sei alles ruhig.

Übelkeit in der Schwangerschaft

In den ersten Wochen der Schwangerschaft, also in der Frühschwangerschaft, ist gerade morgendliche Übelkeit allseits bekannt. Die Ausprägung kann jedoch sehr unterschiedlich sein: Während einige Frauen lediglich zeitweise über morgendliche Übelkeit und seltenes Erbrechen berichten, klagen andere über starke Übelkeit und häufiges Erbrechen. Nach ca. drei Monaten oder zwölf Schwangerschaftswochen lassen diese Beschwerden bei den meisten Frauen nach.

Während die eigentliche Ursache für die Entstehung von Übelkeit bisher noch ungeklärt ist, führen einige Autoren Übelkeit in der Schwangerschaft auf die hormonelle Umstellung und das Ungleichgewicht im Blutzuckerspiegel zurück. Auch Stress und Überlastung sowie psychosoziale Faktoren wie eine unerwünschte Schwangerschaft, eine gestörte Mutterbeziehung etc. in der Schwangerschaft werden als mögliche Ursachen für die Entstehung von Übelkeit diskutiert.

Risikofaktoren wie jüngeres Alter, erste Schwangerschaft und Adipositas (in der Laiensprache übermäßiges Körpergewicht, Fettleibigkeit) scheinen an der Entstehung von Nausea (Übelkeit) in der Schwangerschaft beteiligt zu sein.

Übelkeit bei Migräne

Migräneattacken machen sich durch starke, hämmernde und pochende Schmerzen bemerkbar, die sich meist langsam anbahnen und 4–72 Stunden anhalten. Der starke Kopfschmerz ist bei Migräneattacken meist auf eine Kopfseite beschränkt, nur selten sind die Schmerzen im gesamten Kopfbereich angesiedelt.

Begleitende Krankheitszeichen bei Migräne sind häufig Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen. Überaktivität, Müdigkeit und Heißhunger gehen oftmals einem Migräneanfall voraus.

Zur Entstehung von Migräneattacken kann es durch bestimmte Umstände wie Schlafmangel, Umwelteinflüsse, Hormonschwankungen, Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Lärm, Wettereinflüsse, Schwankungen des Koffeinspiegels – insbesondere bei regelmäßigem Koffeingenuss –, Unterzuckerung (Schwankungen des Blutzuckerspiegels) durch ausgelassene Mahlzeiten etc. kommen.

Psychogene Übelkeit

Psychische Krankheitsbilder können ebenfalls mit Übelkeit verbunden sein – so z. B. bei Depressionen oder Ess-Störungen.

Unter psychogener Übelkeit versteht man eine Befindlichkeitsstörung, die unter emotioneller Belastung, z. B. in Prüfungssituationen, auftritt und oft auch mit Erbrechen verbunden ist. Häufig berichten Familienangehörige der Betroffenen, dass sie ebenfalls in Stresssituationen oftmals zu Übelkeit und Erbrechen neigen. Typisch ist für diese Art der Übelkeit und des Erbrechens, dass sie unmittelbar nach der Mahlzeit auftritt.

Frauen sind von derartiger Übelkeit sowie Erbrechen in der Regel häufiger betroffen als Männer. Ein Persönlichkeitsmerkmal, das bei den Betroffenen oftmals zu finden ist, ist der Wunsch nach Konfliktvermeidung und das Meiden von Disharmonie.

Birgit Lindner

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Die genaue Ursache der Entstehung von Übelkeit ist bisher nicht geklärt. Die Gründe für die Entstehung können sehr unterschiedlich sein. Auslöser können z. B. der Konsum von Alkohol oder bestimmten Lebensmitteln, psychische Belastungen sowie Erkrankungen des Herzens oder der Wirbelsäule sein. Darüber hinaus kann Übelkeit als Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme auftreten. In der Schwangerschaft kann es vor allem in der ersten Wochen zu einer morgendlichen Übelkeit kommen. Die Ursachen hierfür sind wahrscheinlich die Hormonumstellung und ein schwankender Blutzuckerspiegel. Bei der Reiseübelkeit nehmen die Sinnesorgane etwas anderes wahr als das Gleichgewichtsorgan, was bei einigen Menschen zu Übelkeit führen kann.

Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Es entsteht im verlängerten Rückenmark (Medulla Oblongata), dort wo sich auch das Brechzentrum befindet. In der Regel handelt es sich bei Übelkeit um ein Warnsignal. Der Körper reagiert auf bestimmte innere oder äußere Reize wie z. B. Viren, Bakterien, verdorbene Lebensmittel oder eine schwankende Umgebung beispielsweise bei einer Schifffahrt. Übelkeit kann auch ein Symptom anderer Erkrankungen sein, so können z. B. Migräne, Magengeschwüre oder eine Gehirnerschütterung mit Übelkeit einhergehen. In einigen Fällen schließt sich an eine Übelkeit Erbrechen an. Der Körper versucht dabei, sich der schädlichen Stoffe zu entledigen.

Diagnose Übelkeit

Bei der Diagnose von Übelkeit erfolgt in der Regel zunächst ein Arzt-Patientengespräch, bei dem der Arzt unter anderem Informationen über Art und Dauer der Beschwerden einholt. So versucht er, mögliche Auslöser oder eine der Übelkeit zugrunde liegende Grunderkrankung zu ermitteln. Dem Gespräch folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung, bei der zunächst der Bauch des Patienten abgetastet wird. Auch kann es zu einer Untersuchung von Stuhl, Blut oder Urin des Patienten kommen. Weiterführende Diagnoseverfahren sind z. B. eine rektale Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung des Bauches oder eine Endoskopie, bei der die Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut mit einer kleinen Kamera begutachtet wird.