Informationen für Betroffene und Angehörige
 
Übelkeit
Was ist Übelkeit?

Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Es entsteht im verlängerten Rückenmark (Medulla Oblongata), dort wo sich auch das Brechzentrum befindet. In der Regel handelt es sich bei Übelkeit um ein Warnsignal. Der Körper reagiert auf bestimmte innere oder äußere Reize wie z. B. Viren, Bakterien, verdorbene Lebensmittel oder eine schwankende Umgebung beispielsweise bei einer Schifffahrt. Übelkeit kann auch ein Symptom anderer Erkrankungen sein, so können z. B. Migräne, Magengeschwüre oder eine Gehirnerschütterung mit Übelkeit einhergehen. In einigen Fällen schließt sich an eine Übelkeit Erbrechen an. Der Körper versucht dabei, sich der schädlichen Stoffe zu entledigen.

Die genaue Ursache der Entstehung von Übelkeit ist bisher nicht geklärt. Die Gründe für die Entstehung können sehr unterschiedlich sein. Auslöser können z. B. der Konsum von Alkohol oder bestimmten Lebensmitteln, psychische Belastungen sowie Erkrankungen des Herzens oder der Wirbelsäule sein. Darüber hinaus kann Übelkeit als Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme auftreten. In der Schwangerschaft kann es vor allem in der ersten Wochen zu einer morgendlichen Übelkeit kommen. Die Ursachen hierfür sind wahrscheinlich die Hormonumstellung und ein schwankender Blutzuckerspiegel. Bei der Reiseübelkeit nehmen die Sinnesorgane etwas anderes wahr als das Gleichgewichtsorgan, was bei einigen Menschen zu Übelkeit führen kann.

Übelkeit ist ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Es entsteht im verlängerten Rückenmark (Medulla Oblongata), dort wo sich auch das Brechzentrum befindet. In der Regel handelt es sich bei Übelkeit um ein Warnsignal. Der Körper reagiert auf bestimmte innere oder äußere Reize wie z. B. Viren, Bakterien, verdorbene Lebensmittel oder eine schwankende Umgebung beispielsweise bei einer Schifffahrt. Übelkeit kann auch ein Symptom anderer Erkrankungen sein, so können z. B. Migräne, Magengeschwüre oder eine Gehirnerschütterung mit Übelkeit einhergehen. In einigen Fällen schließt sich an eine Übelkeit Erbrechen an. Der Körper versucht dabei, sich der schädlichen Stoffe zu entledigen.

Diagnose Übelkeit

Bei der Diagnose von Übelkeit erfolgt in der Regel zunächst ein Arzt-Patientengespräch, bei dem der Arzt unter anderem Informationen über Art und Dauer der Beschwerden einholt. So versucht er, mögliche Auslöser oder eine der Übelkeit zugrunde liegende Grunderkrankung zu ermitteln. Dem Gespräch folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung, bei der zunächst der Bauch des Patienten abgetastet wird. Auch kann es zu einer Untersuchung von Stuhl, Blut oder Urin des Patienten kommen. Weiterführende Diagnoseverfahren sind z. B. eine rektale Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung des Bauches oder eine Endoskopie, bei der die Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut mit einer kleinen Kamera begutachtet wird.

Was ist Übelkeit?

Bei Übelkeit handelt es sich um mehr als ein unangenehmes Gefühl – für den Körper ist diese Befindlichkeitsstörung eine Art Warnsignal. Die Betroffenen haben ein „flaues Gefühl“ im Magen, fühlen sich unsicher und suchen nach Ruhe. Häufig ist Übelkeit Vorbote für Erbrechen. Auf diese Weise versucht der Körper, sich schädlicher Stoffe zu entledigen. Somit ist Übelkeit ein Schutzmechanismus.

Die Ursachen für Übelkeit sind vielschichtig. Dringen beispielsweise Gifte oder Viren und Bakterien bzw. Stoffe, die die Schleimhaut angreifen, in den Körper ein, reagiert dieser als Selbstschutz mit Übelkeit – in der medizinischen Fachsprache Nausea. Die Übelkeit soll die Aufnahme weiterer Schadstoffe verhindern. Auch übermäßiger Alkoholgenuss oder üppiges Essen aktiviert diesen Selbstschutzmechanismus. Übelkeit tritt auch in ca. 50–90 % aller Schwangerschaften auf.

An welchem Ort im Körper entsteht Übelkeit?

Übelkeit entsteht zunächst im Kopf, genauer gesagt im verlängerten Rückenmark – der Medulla Oblongata. Genau dort ist auch das Brechzentrum angesiedelt. Unklarheit herrscht darüber, durch welche Nervenreizungen Übelkeit entsteht.

Auslösende Reize für Übelkeit

Sowohl innere als auch äußere Reize können Übelkeit auslösen. So können bestimmte Gerüche oder ein gewisser Geschmack in bestimmten Zuständen, wie z. B. in der Schwangerschaft, das „mulmige Gefühl“ in der Magengegend, d. h., die Übelkeit auslösen. Ist das Gleichgewichtsorgan ungewohnten Reizen ausgesetzt, kann sich ebenfalls Übelkeit entwickeln. Klassische Beispiele hierfür sind die Reise- und Seekrankheit. Am bekanntesten ist wohl die Übelkeit in der Frühschwangerschaft. Auch Lebensmittelvergiftungen können zu Übelkeit und Brechreiz führen.

Im Zusammenhang mit zahlreichen Erkrankungen kann Übelkeit ebenfalls auftreten. Hier sind vor allem Migräne, Erkrankungen der Verdauungsorgane wie eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis), ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder Gallensteine zu nennen. Akute Blinddarmentzündungen (Appendizitis), Erkrankungen des Herzens (Herzinfarkt, Herzschwäche), Gehirnverletzungen wie ein Schlaganfall (Apoplex), ein Gehirntumor oder eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) sowie Infektionskrankheiten, beispielsweise eine Zeckenbiss-Infektion (FSME bzw. Borreliose) kommen ebenfalls als Ursache für Übelkeit in Betracht.

Begleitsymptome von Übelkeit

Begleitende Beschwerden der Übelkeit sind oft Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Fieber und Schweißausbrüche. Die Kombination von Fieber, Husten und Übelkeit tritt manchmal bei Atemwegserkrankungen, einer Grippe oder der Schweinegrippe auf.

Kopfschmerzen und ein Übelgefühl können auf eine Hirnhautentzündung hindeuten. Liegt die Ursache der Übelkeit eher im Magen-Darm-Bereich, gesellen sich oft Magen-Darm-Krämpfe oder Bauchschmerzen zur Übelkeit. Die Betroffenen plagen manchmal auch Sodbrennen, Aufstoßen, Erbrechen oder Völlegefühl. Augenschmerzen gehen ebenfalls mit Übelkeit einher – hier liegt der Verdacht auf einen Glaukom-Anfall nahe.

Brustschmerzen, eventuell auch Bauchschmerzen in Kombination mit Übelkeit, können typisch für einen Herzinfarkt sein. Tritt das mulmige Gefühl mit Rückenschmerzen auf, ist u. a. an Erkrankungen der Bauchschlagader oder der Bauchspeicheldrüse zu denken.

Treten die Übelkeit und Gelbsucht gleichzeitig auf, kann ein Gallenwegsverschluss oder eine Leberkrankung vorliegen. Schmerzen im Oberbauch mit Übelkeit können z. B. auf eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder ein Geschwür (Ulcus) hinweisen.

Übelkeit als Vorbote von Erbrechen

Meist kündigen starke Übelkeit und ein flaues Gefühl im Magen Erbrechen an. Das Brechzentrum liegt im verlängerten Rückenmark, der Medulla Oblongata. Über mehrere Nerven ist es mit dem Magen und dem Gleichgewichtsorgan, das im Innenohr liegt, verbunden.

Mit dem flauen Gefühl im Magen und Brechreiz bricht oft kalter Schweiß und ein Schwindelgefühl aus. Diese Symptome treten auf, weil der Blutdruck abfällt. Die Betroffenen haben meist ein auffallend blasses Gesicht, sind müde, klagen über Kopfschmerzen.

Kommt es zum Erbrechen, ziehen sich die Bauch- und Zwerchfellmuskeln zusammen. Anschließend wird der Speisebrei nach außen befördert. Erbrechen tritt häufig allein zum Schutz des Körpers auf: Lebensmittel, die für den Körper nicht bekömmlich sind, werden so nach außen befördert.

Birgit Lindner

20. August 2019
Durchfall bezeichnet einen mehr als dreimal täglichen und zu flüssigen Stuhlgang, der z. B. aufgrund von Infektionen auftritt.
  
05. August 2019
Zur Förderung der Darmgesundheit ist es wichtig, sich ballaststoffreich zu ernähren, viel zu trinken und auf ungesättigte Fettsäuren zu achten.
  
18. Juli 2019
Bei einer Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum spricht man von einer Aszites, auch als Bauchwassersucht bezeichnet.
  
04. Juli 2019
Befindet sich im Darm zu viel Luft kann es zu Blähungen kommen. In vielen Fällen kann eine Ernährungsumstellung helfen.
  
21. August 2018
Es gibt eine Vielzahl an Magen-Darm-Erkrankungen, so z. B. das Magengeschwür, eine Magenschleimhautentzündung oder eine Magen-Darm-Entzündung.
  
09. November 2016
Eine Blockade des Proteins GATA3 könnte sich vorbeugend auf Colitis ulcerosa auswirken und die Symptome einer bestehenden Erkrankung abmildern.